Über uns

Warum „another BDSM blog“?

Herr Shibari: Sicher gibt es schon einige Blogs, die dieses Thema behandeln und ihre Erfahrungen schildern, aber das sind ja nicht meine. Ich hab mir diese Plattform ausgesucht, weil mir zum Thema BDSM einfach mehr im viel im Kopf herum geht als feuchte Träume. Außerdem gibt es gerade für Anfänger viele Ängste und Unsicherheiten, bei denen dieser Blog ihnen vielleicht sogar helfen kann.

perleverde: Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, mich ausdrücken zu können und meinen Gedanken einen Spielraum zu geben. Im echten Leben habe ich keine Menschen um mich, mit denen ich mich über dieses Thema austauschen kann, daher ist dieser Blog eine praktische Plattform, um mich mitzuteilen und mit Gleichgesinnten zu interagieren.

Wer seid ihr?

Herr Shibari: Ich bin ein Mensch, der sich seine Gedanken macht und versucht, Dinge möglichst aus mehreren Perspektiven zu sehen. Ich glaube, eindimensionales Denken ist der Tod für die kreative Seele. Ich bin dominant und es gibt eine Menge Ideen, die ich verwirklichen möchte.

perleverde: Ich bin eine wissensdurstige Person, die immer nach neuen Herausforderungen sucht. Außerhalb des BDSM-Universums bin ich durchaus auch mal vorlaut und trete für meine Meinungen und Überzeugungen ein. Sobald mir jedoch ein Bondage-Seil oder eine Fessel angelegt wird, kann diese Haltung um 180° umschwenken und ich werde zur braven Sub.

Was ist BDSM für euch?

Herr Shibari: Eine Idee, ein Bild, das ich in meinem Kopf habe und das ich umsetzen möchte. Es ist mehr als ein Hobby, aber es bestimmt nicht meinen Alltag. Am ehesten würde ich es mit Kunst vergleichen. Die Art und Weise, wie ich mit meiner Sub kreativ arbeiten kann, das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird. Wie wir uns fallen lassen können ist vielleicht der direkteste Weg aufeinander einzugehen, den ich mir vorstellen kann.

perleverde: Es ist die Möglichkeit, den Alltag abzuschalten, nicht mehr denken zu müssen und sich vollkommen fallen zu lassen. Es ist die Möglichkeit, sich auf eine vollkommen andere Art und Weise auf seinen Partner einzulassen und ihn kennen zu lernen. Es ist eine Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und zu wachsen. Und vor allem ist es eine Möglichkeit, sich außerhalb der gesetzten Spielregeln ausleben zu können, ohne Scham und ohne Vorbehalte.

Wie seht ihr eure Position im Spiel?

Herr Shibari: Ich bin ein Dom. In seiner Rolle als dominanter Part des Spiels wird er oft egoistisch wahrgenommen. Dass sich diese Eindruck über die Szene legt, erklärt sich von selbst, er bestimmt schließlich wo es lang geht. Trotzdem sehe ich den Dom eher als jemanden, der Wünsche erfüllt. Er sollte nicht nur seine eigenen Vorstellungen umsetzen, ein guter Dom befreit und zeigt Wege auf, die zu Fantasien führen können, derer sich der Partner selbst noch gar nicht bewusst war. Es ist ein Geben und Nehmen und vor allem sollte er nicht vergessen, dass er nur solange Zepter in der Hand hält, wie der/die Sub es zulässt.

perleverde: Ich sehe mich als Sub, die neugieriger ist, als es ihr gut tut. Die Ideen und Gedanken meines Herrn überraschen mich immer wieder aufs Neue und ich lasse mich gerne darauf ein. Ich genieße es, mich vollkommen auf seine Führung einzulassen und mich ihm hinzugeben. Meistens versuche ich, ein braves Mädchen zu sein und seinen Anweisungen zu folgen, aber manchmal macht es auch doppelt so viel Spaß, nicht gleich zu gehorchen und eventuell Konsequenzen zu riskieren…